CMI Ostafrikanische Region

Carmelites of Mary Immaculate – Mission in Kenia

P. Paul Chummar C. CMI

Postanschrift in Deutschland: Körberstr. 16; D-60433 Frankfurt am Main

HUDUMA, P.O. Box 3348 Nyayo Stadium – 00506 Nairobi, Kenia – Ostafrika

pchummar@gmail.com · cmihuduma@gmail.com

www.cmi-keniamission.org

Zunächst möchte ich alle ganz herzlich aus dem warmen Frankfurt am Main grüßen! Die Wärme in diesen Tagen hier im Lande lässt ahnen, wie es in der Südsahara, in Kenia, sein kann und wie es einem auf dem freien Gelände des HUDUMA Projektes – in der Sonne über 40 Grad – zu schaffen und auch schlapp macht. Zu allem hin ließ der Regen monatelang auf sich warten. Dies hatte eine große Trockenheit zur Folge. Sehr verspätet regnete es dann, was für uns alle ein großer Trost war. Danach haben wir in einem Teil des Projektgeländes Mais angepflanzt. Nun versuche ich mit diesem Rundbrief zu berichten, was sich alles in der letzten Zeit ereignete. Denn ich fühle mich verpflichtet, Informationen und auch Rechenschaft zu geben, für all die Hilfen – egal auf welche Art – die uns entgegengebracht wurden.

Neuer Wohnraum: ein Klassenzimmer in der Schule

Seit 01. März bin ich in die Gegend des Projektes, in Kibiko-Ngong in ein Klassenzimmer unserer Grund- und Hauptschule eingezogen. Die „Chavara CMI School" in Kibiko-Ngong, die vor ca. 3 Jahren eröffnet wurde, zählt z. Zt. über 100 Schülerinnen und Schüler, überwiegend aus den Massai Familien. Davon sind über 30 Kinder in den Räumen neben meinem Zimmer untergebracht. In der Schule wohnen auch ein Mitbruder und in der oberen Etage drei indische Ordensschwestern und Personal, die alle in der Schule tätig sind. So lebe ich nun in einer Großfamilie von ca. 40 Personen. Das ist eine schöne Erfahrung, aber auch eine große Herausforderung. Dazu kommt noch, dass oft der Strom oder die Internetversorgung ausfallen und es kein Wasser in der Leitung gibt. Aber in dieser Lage bekommt man am besten das „Originalcefühl" eines Missionars und Entwicklungshelfers vermittelt!

„… aus der Tiefe strömt das Wasser …"

Im Weihnachtsrundbrief hatte ich über die chinesische Invasion mit der Starkstromleitung berichtet. Doch inzwischen – wie ein Wunder – haben sie (mit sanftem Druck!) die Leitungen auf die Straße verlegt. Doch dann traf uns das nächste größere Problem: die Bekanntmachung eines neuen Eisenbahntunnels von Nairobi nach Naivasha unter unserem Projektgelände. Also wurde die Arbeit des Tiefbrunnens auf unserem Gelände wieder verschoben. Denn der Bohrungspunkt für den Tiefbrunnen durfte nicht auf der Linie des Tunnels sein. Mit viel Mühe habe ich endlich den Chefingenieur auf das Gelände bekommen, der uns die genaue Linie des Eisenbahntunnels mit seinen modernen elektronischen Geräten zeigte. Ich habe dann gleich auf die Linie des Tunnels, der über 100 Meter tief von der Erdoberfläche verlaufen wird, konkrete Pfosten markieren lassen. Danach wurde ein neuer Punkt für die Bohrung des Tiefbrunnens festgelegt und inzwischen ist dieser mit einem guten Ergebnis von ca. 3500 Liter pro Stunde schon fertig. Wegen der Tiefe des Tunnels gäbe es keine Bedenken für den Bau der Gebäude auf dem Gelände, bestätigte der Ingenieur. Darüber hinaus haben wir genügend Platz auf dem Gelände.

„… das Kreuz und das Herz …"

Die Pläne der ersten beiden Gebäude der Behinderteneinrichtung, die Frau Lili Reckermann entworfen hat, sind für die Genehmigung der Einrichtung für die Behörden fertig. Bei den Bauplänen haben wir die Möglichkeit, das Regenwasser von den Gebäuden zu sammeln – wie dies auch in anderen Einrichtungen vorgesehen ist. Denn das Wasser ist so knapp und ein sehr kostbares Gut in der Sub-Sahara. Die Räume der Behindertenschule, vor allem an Wochenenden, werden auch für andere Zwecke nutzbar sein, wie z. B. für die Schulungen der Landwirte, die nicht während der ganzen Woche von ihrer Arbeit wegbleiben können. In Zeiten einer zunehmenden Islamisierung und Radikalisierung wollte ich ein Gegenzeichen setzen, dass wir Christen einen anderen Ansatz angesichts des Menschenleids haben: „das Kreuz", als Zeichen der Hoffnung, auch in schwierigen Lebenssituationen und „das Herz", das uns für einen solchen Einsatz bewegt. H steht auch für HUDUMA (= Fürsorge) sowie für das Herz.

„… kurzer Aufenthalt und dafür agiler …"

Dieses Mal ist mein Besuchsaufenthalt im Vergleich zu früheren Jahren kürzer (nur bis 10. Juli 2017), aber dafür agiler ausgefallen. Ich bin von Herzen dankbar für das Auto, das mir durch das Autohaus Tiefert, Lauchringen – Waldshut-Tiengen – Jestetten (Ehepaar Zara und Fabian Tiefert-Reckermann) zur Verfügung gestellt wurde. Ansonsten wäre ich in meiner Beweglichkeit sehr gehandikapt gewesen.

„… hoffen auf ein frohes Wiedersehen …"

Obwohl meine Zeit dieses Mal hier kurz bemessen ist, hoffe ich auf ein frohes Wiedersehen im nächsten Jahr mit einem längeren Aufenthalt. Bis dann muss die erste Phase des Projekts vollendet sein. Damit keine weiteren Hindernisse entstehen, möchte ich herzlich um Ihr Gebet bitten. All meine und unserer Dankbarkeit schließe ich, wie immer, im Gebet und in Gedanken mit ein.

Mit herzlichem Gruß,
Ihr Pater Paul

Zur Unterstützung des HUDUMA-Projekts

CMI Unterstützung für Ostafrika e. V. • Volksbank Schwarzwald Baar Hegau • IBAN: DE59 6949 0000 0029 8367 01 • BIC: GENODE61VS1

(bitte mit voller Anschrift)

Kassiererin des e. V.: Frau Roswitha Bruder · r.b.-bruder@t-online.de · Tel.: 07731-27075